Wie kann man Heizkosten im Winter wirklich senken?

Cremefarbener Gussheizkörper mit Thermostatkopf an einer weißen Wand

Heizkosten lassen sich im Winter vor allem durch drei Dinge senken: eine niedrigere Raumtemperatur, eine sauber eingestellte Heizung und weniger Wärmeverluste. Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Heizenergie, so die Verbraucherzentrale. Verhaltensänderungen wie richtiges Heizen und Lüften bringen laut co2online bis zu 10 Prozent. Hinzu kommen Maßnahmen an der Anlage, die ein Fachbetrieb übernimmt, etwa hydraulischer Abgleich, Regelung und Pumpentausch. Der Artikel ordnet die Maßnahmen nach Aufwand und Wirkung.

Was kostet Heizen aktuell und wo lohnt sich Sparen am meisten?

Laut co2online-Heizspiegel 2026 liegen die prognostizierten Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern bei etwa 1.930 Euro (Erdgas), 2.745 Euro (Heizöl) und 1.300 Euro (Wärmepumpe). Etwa 90 Prozent der Haushalte können noch sparen. Am meisten bringt, was alle Räume betrifft: Temperatur, Regelung und Verluste.

Der Heizspiegel 2026 (veröffentlicht am 22. September 2026) nennt für Einfamilienhäuser ein Sparpotenzial von bis zu 1.000 Euro im Jahr, für eine durchschnittliche Wohnung im Mehrfamilienhaus etwa 465 Euro. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte, im Einzelfall kann es deutlich weniger oder mehr sein.

Energieträger Prognose 2026, 130 m² Einfamilienhaus Prognose 2026, 70 m² Wohnung
Erdgas 1.930 Euro (minus 5 %) 1.120 Euro (minus 4 %)
Heizöl 2.745 Euro (plus 28 %) 1.275 Euro (plus 24 %)
Fernwärme 2.055 Euro (plus 1 %) 1.310 Euro (plus 1 %)
Wärmepumpe 1.300 Euro (plus 3 %) 735 Euro (plus 3 %)
Holzpellets 1.740 Euro (plus 23 %) 860 Euro (plus 17 %)

Quelle: co2online, Pressemitteilung zum Heizspiegel vom 22. September 2026. Der Gaspreis für Haushalte lag laut BDEW-Gaspreisanalyse (August 2026) im bisherigen Jahresschnitt bei 11,93 Cent je Kilowattstunde für Einfamilienhäuser. Neue Verträge können davon abweichen, die BDEW-Zahlen beziehen sich auf am Markt verfügbare Tarife.

Wie warm sollte es in welchem Raum sein?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt etwa 20 Grad im Wohnzimmer, 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer und 16 Grad in wenig genutzten Räumen. Unter 16 Grad sollte kein Raum dauerhaft fallen, sonst steigt die Schimmelgefahr. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie.

Die Zahlen auf dem Thermostat sind keine Gradangaben, sondern Stufen. Bei üblichen Thermostatköpfen entspricht Stufe 2 etwa 16 Grad, Stufe 3 etwa 20 Grad und Stufe 4 etwa 24 Grad (Verbraucherzentrale, Stand 24. September 2026). Die Werte schwanken je nach Fabrikat und Einbausituation, ein Raumthermometer schafft Klarheit.

Raum Richtwert Thermostatstufe (ca.)
Wohnzimmer 20 °C 3
Schlafzimmer 16 bis 18 °C 2 bis 2,5
Wenig genutzte Räume 16 °C 2
Nicht beheizte Räume (Untergrenze) nicht unter 16 °C mind. 2

Rechenbeispiel zur Wirkung eines Grades

Annahme: Ein Haus verbraucht 20.000 Kilowattstunden Gas im Jahr, der Arbeitspreis liegt bei 12 Cent je Kilowattstunde. Ein Grad weniger spart etwa 6 Prozent, also rund 1.200 Kilowattstunden. Das sind etwa 144 Euro im Jahr. Zwei Grad ergäben etwa 290 Euro. Die tatsächliche Ersparnis hängt von Gebäude, Wetter und Heizverhalten ab.

Wie heizt und lüftet man richtig?

Richtig heizen heißt: Thermostate beim Lüften zudrehen, nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken, aber nicht unter 16 Grad. Gelüftet wird kurz und kräftig mit weit geöffneten Fenstern. Gekippte Fenster kühlen die Räume dauerhaft aus und verschwenden Energie.

Bewährte Regeln, teils von der Verbraucherzentrale genannt:

  • Thermostate beim Lüften, bei Abwesenheit und nachts herunterdrehen, aber nicht unter 16 Grad.
  • Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten, damit die Wärme im Wohnbereich bleibt.
  • Heizkörper nicht mit Vorhängen, Möbeln oder Verkleidungen zustellen. Sofas und Schränke sollten laut Verbraucherzentrale mindestens 30 Zentimeter Abstand halten.
  • Rollläden nachts schließen, das verringert den Wärmeverlust über die Fenster.
Siehe auch  Wie dämmt man einen Rollladenkasten richtig?

Beim Lüften hilft ein einfacher Rhythmus: mehrmals täglich einige Minuten Durchzug, statt dauerhaft gekippter Fenster.

Schwarzer Säulenheizkörper vor einer gefliesten Wand, daneben ein Stuhl mit etwas Abstand
Heizkörper brauchen Platz: Möbel und Verkleidungen bremsen die Wärmeabgabe.

Lohnt sich eine Nachtabsenkung?

Bei Heizkörpern kann eine Nachtabsenkung oder Nachtabschaltung sinnvoll sein. Bei Wärmepumpen und Fußbodenheizungen bringt eine starke Absenkung wenig und schadet oft der Effizienz. Nach einer Abschaltung kann das Aufheizen eines ausgekühlten Gebäudes ein bis zwei Tage dauern, so die Verbraucherzentrale.

Wer die Heizung nachts absenkt, sollte die Räume nicht stark auskühlen lassen. Kalte Wandoberflächen begünstigen Feuchtigkeit und Schimmel. Besonders in schlecht gedämmten Gebäuden ist eine moderate Absenkung besser als ein vollständiges Abstellen. Bei Wärmepumpen und Flächenheizungen sollte man die Einstellungen mit dem Installationsbetrieb abstimmen, weil jedes System anders reagiert.

Typische Fehler beim Absenken

  • Räume unter 16 Grad auskühlen lassen und danach auf Stufe 5 aufdrehen. Das heizt nicht schneller, sondern führt oft zu überheizten Räumen.
  • Die Heizung im ganzen Haus abstellen, obwohl einzelne Räume angrenzen. Kalte Wände ziehen Wärme aus den Nachbarräumen.
  • Bei Wärmepumpe und Fußbodenheizung stark absenken, obwohl das System auf gleichmäßigen Betrieb ausgelegt ist.

Welche Maßnahmen an der Heizungsanlage senken die Heizkosten?

Am meisten bringen laut Verbraucherzentrale eine passend eingestellte Regelung (etwa 5 Prozent der Heizkosten), ein hydraulischer Abgleich (etwa 5 Prozent, nach anderen Quellen bis 15 Prozent) und eine Hocheffizienzpumpe (bis zu 120 Euro im Jahr). Diese Arbeiten gehören in die Hand eines Fachbetriebs.

Tabelle der Maßnahmen zum Heizkosten senken mit Richtwerten: 1 Grad weniger etwa 6 Prozent, Regelung etwa 5 Prozent, Pumpe bis 120 Euro
Infografik: Heizkosten senken, Maßnahmen und Richtwerte im Überblick.

Heizungsregelung und Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur sollte so niedrig wie möglich liegen. Bei voll geöffneten Thermostaten, meist Stufe 5, müssen die Räume aber noch warm werden. Die Heizkurve einzustellen ist Sache des Fachbetriebs, bei Geräten mit Bedienungsanleitung kann man sich zumindest die vorhandenen Einstellungen notieren. Eine falsch eingestellte Regelung kann Energie verschwenden oder Räume unterversorgen. Eingriffe an Brenner, Kessel und Gasarmaturen sind ohnehin Fachbetrieben vorbehalten.

Hydraulischer Abgleich

Beim hydraulischen Abgleich stellt ein Fachbetrieb ein, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Die Verbraucherzentrale nennt etwa 5 Prozent Ersparnis (Stand Oktober 2026), co2online spricht von bis zu 15 Prozent. Die Spanne zeigt, dass die Wirkung stark vom Gebäude abhängt. Die Förderung dafür steht weiter unten im Abschnitt zur Heizungsoptimierung.

Heizungspumpe

Heizungspumpen laufen etwa 6.000 Stunden im Jahr. Ältere Modelle mit 80 bis 100 Watt oder mehr verursachen laut Verbraucherzentrale rund 10 bis 15 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsstroms. Moderne Hocheffizienzpumpen brauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom und kommen oft mit 15 Watt oder weniger aus. Je nach Strompreis sind bis zu 120 Euro im Jahr drin. Der Energie-Effizienz-Index (EEI) neuer Pumpen darf höchstens 0,23 betragen. Der Austausch ist Fachbetrieben vorbehalten, weil dabei in den Heizkreis eingegriffen wird.

Rote Heizungspumpe mit Thermometer und verchromten Verteilerrohren im Heizungsraum
Umwälzpumpe mit Thermometer: Alte Pumpen verbrauchen deutlich mehr Strom als Hocheffizienzmodelle.

Warmwasser

Eine Speichertemperatur von 60 Grad reicht in der Regel aus. Zirkulationspumpen laufen oft rund um die Uhr. Ob das nötig ist, sollte man mit dem Fachbetrieb klären. Die Temperatur im Warmwasserspeicher sollte man nicht auf eigene Faust weiter absenken.

Was bringt das Dämmen von Rohren und Heizkörpernischen?

Ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen verlieren dauerhaft Wärme. Nach Angaben der Verbraucherzentrale lassen sich bis zu 10 Euro pro Meter Rohr und Jahr sparen. Das Material kostet etwa 5 bis 10 Euro pro Meter, das Anbringen schafft man selbst. Auch Heizkörpernischen und Rollladenkästen sind Schwachstellen.

Maßnahme Kosten (Richtwert) Ersparnis (Richtwert)
Rohre und Armaturen dämmen 5 bis 10 Euro je Meter Material bis 10 Euro je Meter und Jahr
Heizkörpernischen dämmen 15 bis 25 Euro je m² (übliche Dämmstoffe) bis 30 Euro Heizwärme je m² Nische und Jahr (ungedämmt verloren)
Rollladenkasten dämmen 30 bis 40 Euro je Meter Kastenlänge (Dämm-Set) bis 10 Euro je m² und Jahr
Siehe auch  Wie lüftet man im Winter richtig, ohne Schimmel zu riskieren?

Quelle: Verbraucherzentrale, „Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen“ (Stand 24. September 2026) und Heizungsoptimierung (Stand 8. Oktober 2026). Wie man Rohre fachgerecht einpackt, zeigt der Artikel Wie dämmt man Heizungsrohre richtig?. Dämmstärke und Material sollten zum Rohrdurchmesser passen.

Undichte Fenster und Türen kosten ebenfalls Wärme. Wer Zugluft spürt, findet Lösungen im Beitrag Fenster abdichten: Methoden, Materialien und Tipps.

Wie entlüftet man und warum spart das Heizkosten?

Luft im Heizkörper verhindert, dass der Heizkörper gleichmäßig warm wird. Er gluckert oder bleibt oben kalt. Entlüften gehört daher zum Heizungsstart. Vor dem Entlüften sollte man laut Verbraucherzentrale etwa 30 bis 60 Minuten warten, bis der Heizkörper warm ist, und danach den Druck der Anlage prüfen.

Die genaue Anleitung steht in Wie entlüftet man einen Heizkörper richtig?. Beim Entlüften entweicht Wasser, der Anlagendruck sinkt. Wenn das Manometer unter den vom Hersteller genannten Bereich fällt, muss Wasser nachgefüllt werden. Das ist laut co2online und Verbraucherzentrale heikel: Mieter sollten das nicht selbst tun, und auch Eigentümern empfiehlt co2online einen Fachbetrieb.

Klemmt ein Thermostatventil und der Heizkörper bleibt trotz hoher Einstellung kalt, hilft der Beitrag Wie löst man ein klemmendes Heizkörperventil?.

Welche Förderung gibt es für die Heizungsoptimierung?

Der Bund fördert die Heizungsoptimierung über die BAFA (BEG Einzelmaßnahmen). Laut co2online (Stand 21. Juli 2026) beträgt der Zuschuss für Effizienzmaßnahmen 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 Prozent. Gefördert werden unter anderem hydraulischer Abgleich, Pumpentausch und Rohrdämmung.

Voraussetzung ist ein Wohnhaus mit höchstens fünf Wohnungen. Bei Eigenleistung zählen nur die Materialkosten. Die Baubegleitung durch einen Experten wird zu 50 Prozent gefördert. Der Heizungstausch auf erneuerbare Energien läuft dagegen über die KfW, hier muss der Antrag vor der Beauftragung gestellt werden. Die Förderbedingungen ändern sich häufig, vor jedem Auftrag lohnt ein Blick auf die aktuellen Seiten von co2online (Förderübersicht), BAFA oder KfW sowie ein Gespräch mit einem Energieeffizienz-Experten.

Wie kontrolliert man, ob die Maßnahmen wirken?

Am zuverlässigsten funktioniert ein Verbrauchsprotokoll: Zählerstand regelmäßig ablesen, notieren und mit dem Vorjahr vergleichen. Dabei zählt der Verbrauch in Kilowattstunden, nicht der Rechnungsbetrag, denn Preise schwanken. Wetter und Anzahl der Heiztage beeinflussen den Vergleich, deshalb sind Zeiträume mit ähnlicher Witterung am aussagekräftigsten.

Als einfache Kennzahl dient der Verbrauch je Quadratmeter Wohnfläche. Beispiel mit Annahmen: Ein Haus mit 130 Quadratmetern verbraucht 20.000 Kilowattstunden Gas im Jahr. Das ergibt rund 154 Kilowattstunden je Quadratmeter. Sinkt der Wert nach den Maßnahmen deutlich, haben sie gewirkt. Wer den eigenen Wert einordnen will, kann ihn mit dem Heizspiegel von co2online vergleichen, der Verbräuche und Kosten nach Energieträger und Gebäudegröße gegenüberstellt.

Was ist mit dem Gasvertrag?

Der Arbeitspreis ist ein weiterer Hebel, unabhängig vom Verbrauch. Die BDEW-Gaspreisanalyse zeigt, dass sich der Preis je Kilowattstunde innerhalb eines Jahres spürbar bewegen kann: Beschaffung und Vertrieb machen knapp die Hälfte des Preises aus, Netzentgelte etwa ein Fünftel, Steuern, Abgaben und Umlagen etwa 30 Prozent. Co2online weist im Heizspiegel 2026 darauf hin, dass höhere Großhandelspreise verzögert bei Haushalten ankommen können, besonders bei Verträgen mit Preisgarantie. Wer einen Vertrag abschließt, sollte Preisgarantie, Laufzeit und Kündigungsfristen vergleichen. Das ersetzt aber keine Einsparung beim Verbrauch.

Wann lohnt sich ein größerer Umbau?

Wenn Kessel oder Heizkörper sehr alt sind, lohnt sich ein Blick auf die Gesamtlösung. Der Austausch einer Anlage ist ein Systemeingriff, den ein Fachbetrieb plant und ausführt. Zuerst sollte ein Energieberater klären, was im Gebäude sinnvoll ist, denn eine neue Anlage in einem schlecht gedämmten Haus arbeitet oft nicht optimal. Wer Heizkörper erneuern will, findet Hinweise im Artikel Wie tauscht man einen Heizkörper richtig aus?.

Siehe auch  Flexible Solarmodule für jeden Einsatzort

In welcher Reihenfolge sollte man vorgehen?

Sinnvoll ist die Reihenfolge nach Aufwand: Zuerst Verhalten und Raumtemperatur, dann Heizkörper freiräumen und Rohre dämmen, danach Regelung, Abgleich und Pumpe vom Fachbetrieb prüfen lassen. Wer größere Investitionen plant, sollte vorher die Förderung klären, weil Anträge oft vor der Beauftragung zu stellen sind.

  1. Raumthermometer aufstellen und Temperaturen je Raum prüfen.
  2. Thermostate auf die gewünschten Stufen stellen, Nachtabsenkung passend wählen.
  3. Heizkörper frei räumen, Vorhänge zur Seite, Abstand zu Möbeln mindestens 30 Zentimeter.
  4. Heizkörper entlüften, Anlagendruck am Manometer kontrollieren.
  5. Zugängliche Rohre und Armaturen dämmen.
  6. Fachbetrieb beauftragen: Regelung, hydraulischer Abgleich, Pumpe. Angebot und Dokumentation verlangen.
  7. Förderung prüfen, bevor man den Auftrag erteilt.

Häufige Fehler beim Sparen

  • Thermostat auf Stufe 5 stellen, um schneller zu heizen. Der Heizkörper wird dadurch nicht schneller warm, der Raum überhitzt.
  • Räume dauerhaft unter 16 Grad halten. Das spart zunächst, kann aber Schimmel verursachen.
  • Heizung abstellen, ohne zu lüften, wenn Feuchtigkeit entsteht.
  • Selbst am Heizkessel, an Gasarmaturen oder am Sicherheitsventil arbeiten. Das ist gefährlich und Fachbetrieben vorbehalten.

Häufige Fragen

Wie viel spart ein Grad weniger?

Etwa 6 Prozent der Heizenergie pro Grad, so die Verbraucherzentrale. Bei 20.000 Kilowattstunden Verbrauch und 12 Cent je Kilowattstunde wären das als Rechenbeispiel rund 144 Euro im Jahr. Der tatsächliche Effekt hängt vom Gebäude und vom Heizverhalten ab, deshalb sind das keine garantierten Werte.

Ist durchgehend Heizen günstiger als zeitweise Abschalten?

Nein, im Normalfall ist ein Absenken in der Nacht oder bei Abwesenheit günstiger, wenn man die Räume nicht stark auskühlen lässt. Bei Wärmepumpen und Fußbodenheizung bringt starkes Absenken laut Verbraucherzentrale wenig. Bis ein ausgekühltes Gebäude wieder warm ist, kann es ein bis zwei Tage dauern.

Kann man hydraulischen Abgleich oder Pumpentausch selbst machen?

Nein, beides gehört in die Hand eines Fachbetriebs. Der Abgleich erfordert eine Berechnung und die Einstellung am Heizsystem, der Pumpentausch greift in den Heizkreis ein. Wer Förderung nutzen will, sollte vor der Beauftragung klären, welche Nachweise nötig sind. Bei Eigenleistung zählen laut co2online nur die Materialkosten.

Was können Mieter tun?

Mieter können Thermostate richtig einstellen, Heizkörper freihalten und richtig lüften. Entlüften ist bei Heizkörpern mit eigenem Ventil möglich. Nachfüllen von Heizungswasser, Eingriffe an Pumpe und Regelung sind dagegen Sache von Vermieter oder Hausverwaltung. Bei Mängeln gilt: zuerst den Vermieter informieren.

Lohnt sich ein neues Thermostat?

Ein defektes oder sehr altes Thermostat kann falsch regeln. Programmierbare Thermostate erleichtern das Absenken, ihre Wirkung hängt aber davon ab, wie konsequent man sie nutzt. Ein einfacher Thermostatkopf kostet laut toom unter 15 Euro, der Tausch dauert etwa 30 bis 60 Minuten pro Heizkörper.

Fazit

Die größten Hebel sind kaum ein Geheimnis: ein bis zwei Grad weniger, freie Heizkörper, gedämmte Rohre und eine saubere Einstellung der Anlage. Davon kann man vieles selbst erledigen, ohne in die Anlage einzugreifen. Hydraulischer Abgleich, Regelung und Pumpentausch gehören zum Fachbetrieb. Wer investiert, sollte zuerst die Förderung prüfen. So sinken die Heizkosten Schritt für Schritt, ohne dass es kalt werden muss.

Stand: Oktober 2026. Die Angaben wurden anhand der genannten Quellen geprüft.

Bildnachweis: „Cremefarbener Gussheizkörper mit Thermostatkopf“ von Patrycja Grobelny, Pexels-Foto 12034871, Pexels-Lizenz.
„Stuhl neben einem schwarzen Heizkörper“ von Max Vakhtbovych, Pexels-Foto 6970057, Pexels-Lizenz.
„Rote Heizungspumpe mit Thermometer und Verteilerrohren“ von Pavel Danilyuk, Pexels-Foto 7937300, Pexels-Lizenz.

Von Baufrageredaktion

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